Ausstellung vom
18. April bis 11. Juli 2010

E I N L A D U N G   Z U R   V E R N I S S A G E
Sonntag, 18. April 2010
von 11-14 Uhr

Klaus Tenner - Malerei
Take Bijlsma - Skulpturen
Jürgen Keil - Fotografie


Die Ausstellung wird um 11.30 Uhr von Jennifer Graßhoff, Kunsthistorikerin, eröffnet.
Die Künstler sind auf der Ausstellungseröffnung anwesend.
Die Vernissage wird mit Live-Musik am Flügel begleitet.


Klaus Tenner : Malerei

"Ich mache etwas mit dem Bild, das Bild macht etwas mit mir."

Klaus Tenner beginnt mit dem weißen Malgrund. Der erste Strich zerstört das Weiß des Papiers, gleichwohl schafft der in Köln lebende Maler etwas Neues. Der kreative Prozess, das Schaffen, bedeutet immer auch ein Zurückdrängen des Vorhandenden.

"Ich male originär etwas aufs Papier bzw. die Leinwand, das ausschließlich von mir und aus mir heraus kommt. Dabei wechseln Kopf und Herz und Verstand und Gefühl einander ab."

Manche Striche sind ganz bewusst, manchmal konstruiert, der Perspektive folgend; andere sind fast zufällig, ohne zielgerichtet zu sein, fast gekleckst, ganz unwillkürlich. Im Laufe des Malprozesses entsteht ein Ringen um das Bild, ein "Kampf" der Formen und Farben.

“So wie ich das Bild entstehen lasse, so lässt das Bild etwas Neues in mir entstehen: Es fordert mich heraus, lenkt mich in eine neue Richtung, beeinflusst mich in der Entscheidung, eine bestimmte Stelle im Bild weiter zu bearbeiten, oder eben nicht. Wir treten in einen Dialog.”

Dabei ist der gestalterische Prozess, das Ringen um das Bild der Antrieb. Klaus Tenner weiß zu Beginn nicht, was herauskommt. Das Bild entwickelt sich, es wächst und lässt ihn wachsen. Dabei scheinen die Stellen im Bild, um die der Maler am meisten "kämpfen" musste, die ihm am wenigsten leicht von der Hand gingen, oftmals die interessantesten, die stärksten.

“Je näher ich als Maler am Scheitern, am Nichtgelingen bin, desto überzeugender und stärker ist dann oft das Bild.”

Immer wieder werden Stellen im Bild, die möglicherweise schon ein malerische Stärke hatten, mit dem Ziel "geopfert", vielleicht eine noch stärkere intensivere Aussdrucksform zu finden. Dieses Ringen um Komposition, Farbigkeit, Tiefe, Ausdruck, dieser Prozeß der Bildentwicklung ist Tenners Thema. Deshalb haben seine Bilder auch keine Titel, da - idealerweise - auch der Betrachter, immer die Möglichkeit haben soll, Neues in dem Bild zu entdecken, sich auf eine neue Sichtweise einzulassen.



Take Bijlsma: Skulpturen - Zu-Samen

Samen bieten mit ihrer äußerlichen Gestalt für den in Den Haag geborenen Bildhauer Take Bijlsma eine große Palette an Formen. Aber was der Holländer mehr noch mit dem Samen verbindet, ist ein Gefühl des Staunens. Für ihn lässt es sich reduzieren auf ein Staunen gegenüber dem Phänomen “Leben“ – und aus diesem Staunen entsteht Respekt für das Leben.

“Das Potential eines kleinen Samen, sich unter günstigen (oder auch manchmal unter denkbar ungünstigen) Bedingungen zu transformieren, sich zu entfalten, zum Beispiel zu einem großen Baum, erfüllt mich mit Ehrfurcht.”

Mit Samen assoziieren wir in der Regel aufkeimende Lebenskraft und dennoch birgt jeder Samen in sich auch die Vergänglichkeit.

“Egal in welcher Größe auch immer ich einen Samen in seiner Gestalt nachahme, es wird nie ein großer Baum werden; ich als Bildhauer kann nur Ideen, geistigen Samen, Leben einhauchen.”

Weitere Informationen: www.take-bijlsma.de



Jürgen Keil: Fotografie - Wunderwerke der Natur

Wir erfreuen uns an der Farbenpracht einer Blumenwiese. Ist sie verwelkt oder gar abgestorben, verliert sie unser Interesse. Für den Fotografen Jürgen Keil zu Unrecht. Denn die verbleibenden Fruchtstände und Samen sind Wunderwerke der Natur, die sich uns erst erschließen, wenn wir sie aus der Nähe betrachten. Außerdem enthalten sie im absoluten Ruhezustand sämtliche Informationen, um im nächsten Frühjahr wieder zum Leben zu erwachen und uns mit ihrer ganzen Pracht neu zu beschenken.

Ich habe versucht, deren Schönheit und Formenreichtum mit dem Makroobjektiv einzufangen. Es entstand eine Sammlung von mehr als 200 Motiven. Die Ausstellung soll nachdenklich machen und die Sinne schärfen für die kleinen, unscheinbaren Dinge, damit wir Ehrfurcht entwickeln vor dem großen Ganzen, vor der Schöpferkraft der nun über 400 Millionen Jahre währenden Evolution. Dann können wir auch der Bedrohung der Natur durch den Menschen begegnen und sie erhalten.

Als Mitglied im Verein zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer e.V. Leverkusen, beschäftigt sich Jürgen Keil seit vielen Jahren erfolgreich mit der Nahfotografie von Pflanzen, insbesondere der Blütenpflanzen der Alpen und der in Europa vorkommenden Orchideen.



Weitere Besichtigungstermine nach telefonischer Absprache.

Kontakt: 02173-40 99 999

weitere Events in der Flow Fine Art Galerie

S O N N T A G S M A T I N E E

Jeden letzten Sonntag im Monat findet in der Flow Fine Art
Galerie in Hitdorf am Rhein von 11 - 14 Uhr eine Matinee statt.
Bei einem Glas Sekt, leckeren Snacks und außergewöhnlicher
Live-Musik, führen wir Sie gerne persönlich durch die Ausstellung.

Nächster Termin: 30. Mai 2010



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