4. Oktober bis 18. November 2009

Bettina Hachmann - Malerei
Cornelia Martin-Garcia - Skulptur


Bettina Hachmann

Bettina Hachmann : Malerei

Die in Geldern geborene Künstlerin Bettina Hachmann sieht ihre Herausforderung als Malerin in der Auseinandersetzung mit Materie und Emotion, dem Zeigen der Schönheit, die im Verborgenen liegt. In der Annahme der Schattenseiten liegt für sie die Kraft und lässt eine Intensität entstehen, die den Betrachter berührt und fasziniert.
„ Ausschließlich auf abstrakten Wegen nimmt Bettina Hachmann uns mit in eine Welt der vom Leben strukturierten Oberflächen. Sie setzt dabei ihre eigenen Spuren, schafft durch vielfache Farbschichtungen – es können bis zu zwölf sein - ausgeprägte Linien und nimmt quasi der Natur die Arbeit ab. Allein durch die in Mischtechnik aufgetragenen Schichten aber sind derart markante Strukturen nicht zu erreichen. Lacke, Pigmente, Spachtelmasse und Papiere sind neben Acrylfarben Bestandteile der meist großformatig auf Leinwand aufgebrachten Malerei. Von Zeit zu Zeit wird die Abstraktion der Bilder durch ein besonderes Zeichen, ein Schriftsegment oder ähnliches unterbrochen.
Lebendigkeit erhält die gesamte Oberfläche durch gekratzte Linien, ausgewaschene Stellen, mit Pinseln, Spachteln, Rollen oder den Händen aufgetragene Farben. So entstehen auch Flächenteile, die an Verkrustungen erinnern.

Weitere Informationen: www.bettina-hachmann.de


Cornelia Martin-Garcia

Cornelia Martin-Garcia : Skulptur

Der menschliche Körper ist in all seinen Ausdrucksformen der am meisten dargestellte Körper in der Kunst. Dieser magischen Anziehungskraft bin auch ich erlegen und forme Körper aus Stein. Durch langwieriges Abschlagen, Abraspeln und Absanden bzw. Schmirgeln der Steine, lege ich die endgültige Form frei. Ich habe mich dabei auf dieses urälteste Material der Entstehungsgeschichte der Erde festgelegt, weil eine Magie darin liegt, die mich fasziniert.
Die Schlanke und das Voll-Runde, das Filigrane, das Feine und das Kraftvolle, das Grobe, das Durchscheinende und das Matte, die Fülle und die Sparsamkeit, das Stolze und das Bescheidene, die Stille, die Eleganz, das Erotische einer Schwangeren oder einer Mutter mit Kind… der Bewegungsfluss, die Stille, der Gefühlsausdruck – kurz: die ganze Palette von Frau-sein interessiert mich.
Darüber hinaus moduliere ich abstrakte Skulpturen, die einer ganz anderen Bearbeitung und Herangehensweise bedürfen als der menschliche Körper. Dabei ergeben sich individuelle Formenregeln, die sich mit jedem Stein neu entwickeln.
Seit einigen Jahren stelle ich von meinen Arbeiten Repliken aus Bronze und Steinguss her.

Weitere Informationen: www.cornelia-martin-garcia.de


12. Juli bis 3. September 2009

Christian von Grumbkow - Malerei
Stefanie Wollenhaupt - Skulptur


Christian von Grumbkow : Malerei - Vibrierendes Blau

"Ich male keine Botschaft, keine Gedanken, sondern ich male Farbe....!"

Christian von Grumbkow ist ein Virtuose der Farbe. Das hat der Wuppertaler Maler in den letzten fünfundzwanzig Jahren immer wieder aufs Neue gezeigt. Mittlerweile kann der 63-jährige aus einem überaus großen Repertoire der Techniken und Bildlösungen schöpfen, ohne dass ihm jedoch neue Wege versperrt wären.
Von Grumbkow spielt, ob auf Leinwand oder Holz, mit allen Möglichkeiten des Mediums Farbe, die von der transparenten Lasur bis zum pastosen Relief, von weichen Verläufen bis zu lebendigen Strukturen reicht. In dieser Ausstellung legt von Grumbkow seinen Schwerpunkt auf die Farbe Blau. Der Einsatz verwandter Farbtöne, diffuser Halbtöne und Nuancen, der zu laute Kontraste meidet, ermöglichen eine fast meditative Bildbetrachtung. Gleichzeitig wird das Auge aufgefordert, die Farbstrukturen abzutasten und auf Entdeckungsreise zu gehen, die das Feld emotionaler und erinnernder Assoziationen zulässt.

Weitere Informationen: www.grumbkow-colors.de


 

 

Stefanie Wollenhaupt : Skulptur

Stefanie Wollenhaupt beschäftigt sich skulptural mit Beziehungen zwischen zwei Formen. Dabei geht es der in Gummersbach lebenden Künstlerin nicht um den materiell gefüllten Raum, den zwei Plastiken einnehmen, sondern um den vom Betrachter selbst zu füllenden Zwischenraum.
Grundlage für Wollenhaupts Plastiken sind oft Anregungen aus der Natur. Während ihrer Bildhauerausbildung betrieb sie ausführliche Studien nach Knochen, da diese in schier unglaublicher Weise plastische Spannung, geronnene Bewegung und eine an die Aufgabe gebundene Ausformung haben.

Der Stein inspiriert die gebürtige Saarländerin zu einer gewissen Grundidee, die genaue Ausformung ergibt sich durch Erfassen der Skulptur - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Sie ertastet die Flächen und bekommt eine Antwort.

Stefanie Wollenhaupt arbeitet grundsätzlich fast nicht mit Maschinen, damit jede Skulptur Zeit hat, in ihr zu wachsen. Der Einsatz von Maschinen ist für sie eine Entfremdung mit dem Material und ist vom Prozess her ergebnisorientiert. Für sie kommt der Schaffensprozess in sich selbst zur Ruhe, wenn Raum und Umraum zu Ausgeglichenheit miteinander finden.

Eine Schaffensreihe der 1961 geborenen sind Engelqualitäten, mit der sie sich immer wieder beschäftigt. Inspiriert wurde diese durch die Worte von Anselm Grün in seinem Buch '50 Engel für das Jahr'. Auch hier wird der Raum vom 'Ich' und 'Du' zur zentralen Frage- Raum und Umraum - Raum und Zwischenraum.

Stefanie Wollenhaupt arbeitet seit 12 Jahren sowohl als Werk- und Kunstlehrerin als auch in der Schulleitung an der FWS. Ich empfinde es als eine Stütze, im plastischen Bereich damit beschäftigt zu sein, was hier im Sozialen meine Aufgabe ist. So bereichern sich die beiden Bereiche gegenseitig, wenn der Job mir die Zeit lässt, mich künstlerisch zu betätigen.

Sie ist Mutter von vier Kindern. Ihr jüngster Sohn lebt noch bei ihr.


 

10. Mai bis 5. Juli 2009

Dan Hepperle - Malerei
Sandra Silbernagel - Skulptur
Devesh Komaromi - Fotokunst




Dan Hepperle : Malerei - Die Stille ist weiss

Auszug aus einem Text von Jürgen Kisters. Der vollständige Text ist in dem neuen Katalog von Dan Hepperle zu finden.
... Dan Hepperle liebt die Stille; sie steht im Zentrum seiner Kunst. Genauer gesagt: es geht darin um die Stille, die immer da ist, und die wir in der lärmenden Geschäftigkeit unserer Tage die meiste Zeit über völlig vergessen haben. Wie manche Musiker in ihren Kompositionen die Stille hörbar machen, macht Hepperle sie in seinen Bildern sichtbar. Und während wir mit den Augen in seinen Bildern ruhen, wird die Stille sogar hörbar. Unweigerlich fragt man: was ist Stille? Ein Zustand, lautet die Antwort, in dem man zur Ruhe und zu sich selber kommt.
Auf Hepperles Bildern sind keine bestimmten Motive zu sehen, nichts Figürliches und auch die Strukturen sind sehr zurückgenommen. Kurzum: auf Anhieb sind diese Bilder nicht zu erfassen. Wer das von Kunstwerken erwartet, wird beim Blick auf Hepperles feine weißnuancierte Bildzonen das Gefühl haben, auf nichts zu blicken. Nichts als ein Weiß, in dem, je länger man darauf schaut, immer mehr winzige Einzelheiten sichtbar werden.

... Unendliche Weißtöne, um genau zu sein, jeder um einen Hauch anders, so dass er nur durch den feinen Unterschied zu einem anderen überhaupt sichtbar wird. Und dann stellt man plötzlich erstaunt fest, dass das, was man für weiß gehalten hat, überhaupt nicht weiß ist, sondern das Feld eines unendlichen Übergangs, durchwebt vom Schimmer grauer Zartheit. Grau denkt man, Grau ist eine schöne Farbe, und das stille Geheimnis der Unscheinbarkeit ist mit einem Mal zu einem bezaubernden Bild geworden. Weiß und Grau, Grau und Weiß, und alle anderen Farben erscheinen plötzlich zuviel zu sein. Zuviel auf einmal. Überhaupt hat man plötzlich das Gefühl, als seien alle Farben nur noch als ein Hauch zu ertragen.

Vor vielen Jahren hat der Maler den Zen-Buddhismus als sein Element entdeckt. Das Zen-Ideal der Selbstvergessenheit entspricht seinem Empfinden ebenso wie die Zen-Erfahrung, das Leben nicht im Erreichen von Zielen, sondern im Gewahrwerden seines Prozesses zu vollziehen. Für die Kunst heißt das: es kommt nicht darauf an, möglichst viele Bilder mit möglichst vielen verschiedenen Motiven und Themen zu malen. Vielmehr kommt es auf die Haltung an, in der ein Bild entsteht, und dass diese Haltung als gemalte Erfahrung im fertigen Bild enthalten ist. Sie ist für jeden sichtbar, der bereit ist, sich auf die kleinsten malerischen Kleinigkeiten eines Bildes einzulassen.

... Für Hepperle steht längst fest: es geht in der Malerei nicht um Konzepte, nicht um den pausenlosen Bruch mit der Tradition und auch nicht um den ständigen Zwang zum Neuen. Tatsächlich geht es darum, sich hinzugeben an die Bewegung, die sich aus der Beschäftigung mit der Farbe ergibt. Diese Erkenntnis war für Hepperle gleichbedeutend mit der Entdeckung der Langsamkeit im Arbeitsprozess der Malerei. Mittlerweile arbeitet er drei, vier oder mehr Monate an einem Bild, allerdings stets an mehreren gleichzeitig.

... Die Wiederholung ist eine der zentralen Erfahrungen in Hepperles künstlerischer Arbeit. Immer wieder malt er scheinbar das gleiche Bild, um jedes Mal auf die feinen Abweichungen in der Wiederholung zu stoßen. Über dem Malen ist ihm bewusst geworden, dass jede Wiederholung unweigerlich eine neue Version darstellt. Man steigt nie zwei Male in das gleiche Bild. Jeder gemalte Augenblick ist anders, so wie jeder gelebte Augenblick anders ist. Dan Hepperle lebt und arbeitet in der Eifel.

Weitere Informationen: www.dan-hepperle.de



Sandra Silbernagel : Skulptur


Sandra Silbernagel erforscht die Möglichkeiten des Materials Stein und geht dabei ihren ganz subjektiven Weg. Sie bearbeitet die Steine so, dass sie noch ihre Ausgangsform erkennen lassen. Die Künstlerin holt das Material dabei nicht ins Atelier, sie fährt hinaus, in die Natur, in die Stille eines abgelegenen Steinbruchs in Frankreich. Sie hat dort keinen Künstleraustausch, keine Abwechslung, sie ist dort alleine. Wer so arbeitet, muss sich und die gewaltige Natur, die archaischen Zeugen vergangener Erdzeitalter ringsum, aushalten. Die Kunstwerke vermitteln, trotz ihres kleinen Formates viel von der archaischen Kraft der Natur.

Weitere Informationen: www.sandrasilbernagel.de


Devesh Komaromi : Fotokunst


Devesh Komaromi ist ein kanadischer Fotograf mit ungarischen Wurzeln, der jetzt in Essen lebt. Graduiert an der Ryerson Universität in Toronto in Foto-Kunst hat Devesh 20 Jahre lang als selbstständiger Fotograf in Montreal gearbeitet. Seit dem Beginn dieses Jahrhunderts beschäftigt er sich ausschließlich mit digitalen Methoden, hauptsächlich als Foto-Künstler, hin und wieder auch als kommerzieller Fotograf.

Die Schönheit der Fotografie besteht für den Fotografen in einer köstlichen Mischung des Greifbaren und des Ungreifbaren, dem Technischen und Intuitiven, und vor allem dem nie endenden Vergnügen am Lernen und Erforschen. In unserem digitalen Zeitalter gibt es mehr als jemals zuvor viele Werkzeuge, um Bilder zu erzeugen, die unsere Phantasie widerspiegeln. Fantastische Bilder die in fremde Welten führen.

Weitere Informationen: Devesh Komaromi


15. März bis 26. April 2009

Susanne Stähli - Malerei und Zeichnung
Harald Kahl - Plastik


Susanne Stähli : Malerei und Zeichnung

"Das zentrale Thema in den Arbeiten von Susanne Stähli ist die Farbe. Seit langer Zeit und mit großer
Intensität widmet sie sich den unterschiedlichen Ausdruckswerten und den damit verbundenen nuancenreichen Wahrnehmungsmöglichkeiten von Farbe.

In den letzten Jahren führte dies zu einer zunehmenden Reduzierung von Elementen wie Linie oder Form im Bild. Vor allem die kleineren Arbeiten besitzen als einzige formale Orientierung einen eher strengen waagerechten oder vertikalen Farbauftrag.

Andererseits entstehen großformatige Arbeiten, die gleichsam ein "in der Farbe stehen" ermöglichen. Farbe wird hier zum nahezu leiblich spürbaren, elementaren Erlebnis...

...Bei ihren Zeichnungen sind zarte Lineamente und krakelige, scheinbar gegenstandsbezogene Formen bildbestimmend, die locker und wie absichtslos entstanden zu sein scheinen. In den neueren zeichnerischen Arbeiten geht es häufiger auch um die klare, eindeutige Setzung einer Linie.

Beides ist jedoch rein aus dem Gestus der zeichnenden Hand entstanden. Gemeinsam haben ihre Malerei und Zeichnung die Transparenz und die Mehrdeutigkeit und damit die Faszination des Sehens und Erlebens in einem Bild."

Dr. Martin Gesing im Vorwort zum Katalog "Schichtungen" 2007

Weitere Informationen: www.susannestaehli.de



Harald Kahl : Plastik


Als "klassischer" Bildhauer arbeitet HARALD KAHL mit verschiedenen Materialien wie Zement, Stahl, Stahlbeton, Edelstahl und Ruhrsandstein. Grundlage seiner Plastiken bildet das Quadrat.
Es entstehen klassische Quaderblöcke, die Linien, Flächen, Körper, Raum und Volumen betonen.
Seine Arbeiten lassen erfahren, was ihre fundamentalen Komponenten wie Form, Poportion, Material
und Einordnung in den sie umgebenden Raum, ausmachen. Es macht den Anschein, als suchten sie
eine bestimmte Umgebung, ein Umraum, mit dem sie in Korrespondenz treten können.
"Mir liegt es an Ruhe", sagt der Wittener, dessen Arbeiten Stille und Meditation ausstrahlen.
Ihre Form ist auf das Wesentliche reduziert.
Wichtig ist Kahl auch die Symmetrie, was für ihn eine Ausgewogenheit aller Teile, Stimmigkeit der Verhältnisse von Kanten zu Flächen, der Ecken zum Volumen bedeutet. Die "korrekten" Proportionen entstehen aus dem "Bauch" heraus, unabhängig von mathematischer Maßgebung und Nominierung.


9. November 2008 bis 28. Februar 2009

Myriam Sardis - Malerei
Marika Bäumler - Keramikskulptur
Rayel - Fotokunst



Myriam Sardis: 'Empreintes - Spuren'

Malerei


„Viele Jahre lang war Myriam Sardis besessen von dem tiefen Wunsch zu malen. Seit 30 Jahren sind Raum, Balance und Farbe ihre Leitworte. Nun, endlich, gibt sie sich selbst die Erlaubnis, ihre Gefühle auf der Leinwand auszudrücken.

Berühmte Meister, die die Malerin selbst als ihre „Leitengel“ bezeichnet, begleiten sie auf ihrer künstlerischen Suche. Aus den Werken von Soulage und Tapie zieht sie ihren Mut für ihre eigene künstlerische Intimität.

Ihre Arbeit mit Ellipsen, Zeichen und Kontrasten basiert auf leichten Modifikationen in Zeit und Materie. Ganz langsam, alchemistisch, entsteht Identität.

Details heruntergekommener Wände, Patina und Rost, milchige Oberflächen wechseln sich ab mit Lavameeren; Myriam Sardis scheint Bereiche des Universums zu nutzen oder neu erfinden zu wollen, einerseits durch die Gnade der mineralischen Ausstrahlung, andererseits durch plötzliche Zeitsprünge. Ein Spiegel der Balance zwischen ihrer Stärke und ihrer Zerbrechlichkeit.“
Pascal Even, Rupell Art


Myriam Sardis über ihre Arbeitsweise:

Meine bildnerische Suche gilt der Balance in Komposition und Grafik, ich versuche Gefühl zu übersetzen, indem ich minerale Farben in Schichten übereinander lege. Ich arbeite mit Marmorpulver, Pigmenten, Öl, Kalk auf Leinwand und manchmal auf Holz. Als Autodidaktin sind meine Vorbilder, auf die ich mich beziehe, Antoni Tàpies, De Stael, Debré...

Auswahl ihrer Ausstellungen:

2005Arts Atlantic, La Rochelle
2006Salon Art Event, Antwerpen
2007Galerie Arc de Triomphe, Saintes
2008Grand Marché d'art Comtemporain, Paris Bastille
Salon d'Automne Grand Palais, Paris
Art Shopping Carousel du Louvres, Paris


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Marika Bäumler (Belgien) - 'Silent Beings - Stille Wesen'

Keramikskulptur

Marika Bäumler's Arbeiten bestehen aus dem ältesten Material - Ton. Die innere Stille ist dabei das zentrale Thema. Die figürlich dargestellten, menschlichen Skulpturen bringen diese Stille auf nicht-realistische Weise zum Ausdruck. Sie locken den Betrachter in dieses Gefühl und schaffen in ihrer Umgebung einen Raum der Stille.

„Kunst entsteht aus einem höheren Bewusstsein und ist nicht das Ergebnis des Verstandes. Der intuitive Aspekt, als Medium/Mediator, beherrscht die Entstehung und den Künstler. Für die Inspiration stellt er sein eigenes Talent, sein Gefühl und seine Arbeitsweise zur Verfügung. Wenn das Undefinierte seine endgültige Form erhält, kann sein Bertrachter ein Teil davon werden, vorausgesetzt er hat es gelernt, mit dem Kunstobjekt zu verschmelzen.“
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Rayel (Belgien) - 'Signs from Nature - Zeichen der Natur'

Fotokunst

Die Grundlage der Bildkreationen von Rayel sind stark fotografisch visualisierte Momente aus der natürlichen Umgebung. Seine Werkzeuge sind digitale Kamera, Computer und Pinsel. Zur Vollendung seiner Arbeiten bedient er sich aller Kenntnisse und Techniken die er sich in seiner Lebenszeit als Grafik-Designer angeeignet hat. Das Ergebnis sind gerahmte Ausdrucke in Archivqualität in verschiedenen Größen. Als Grafikdesigner hatte Rayel sein eigenes Studio für Kommunikationsdesign.



   

- Birgit Baumann -

5. - 29. Oktober 2008



Die Malerin Birgit Baumann ist 1944 in Cammin geboren und im September 2007 in Essen, wo sie lange Zeit gelebt hatte, verstorben.

Schon als Kind widmete sie ihre Aufmerksamkeit dem Malen und Zeichnen; natürlich nicht im professionellen Sinne, aber für ihr Alter schon ungewöhnlich. 1960 machte sie eine Ausbildung in einem grafischen Beruf und arbeitete danach in der Medienindustrie.
Später kam eine andere Passion hinzu, Yoga, meditative Körperarbeit.

In ihren Werken fließen die beiden Erfahrungshorizonte, Grafik und Meditation, auf undramatische, aber dennoch spannende Weise zusammen. Die thematische Konzentration auf Früchte, der genaue Blick auf das Objekt, seine schlichte Darstellung und die in Farben fantastische und überraschend frische Gestaltung zeigt das Malen als meditativen Akt und ist zugleich Einladung an den Betrachter zu verweilen und sich der reifen Kraft der Exponate hinzugeben. Die weiche Öltechnik und die handwerklich anspruchsvolle Ausführung legen den Schluss nahe die Bilder als moderne und sinnliche Variante der klassischen Stilllebenmalerei zu verstehen.



- Dan Hepperle -

Malerei
1. September - 1. Oktober 08

'Bilder der Stille'

Arbeiten auf Papier


Dan Hepperle


Der in Köln geborene Maler Dan Hepperle lebt und arbeitet seit fünf Jahren in der Eifel. Der Rückzug aus der Großstadt hinein in die Natur entspricht ganz seiner Art zu arbeiten. Inspiriert von der Natur entstehen seine Bilder der Stille. Aber nicht nur die Natur inspiriert ihn in seiner Arbeit, sondern auch Einflüsse der japanischen Zen-Tradition. Auch spielt Dan Hepperle Shakuhachi (jap. Bambusflöte) und schreibt Haikus (jap. Gedichtform).
Sein Eröffnungskonzert ermöglicht uns das Zusammenspiel dieser Einflüsse zu genießen.

Impressionen von meinen Spaziergängen und Meditationen in der Landschaft nehme ich geistig mit in mein Atelier. Mich interessieren dabei nicht die in Worte zu fassenden Dinge, der Baum oder das Haus etwa, vielmehr geht es mir darum, mit meinem Bewußtsein eine Ebene hinter der Begrifflichkeit einzunehmen. So interessiert mich das Licht, die Schwingung, die Ausstrahlung des Bildes. Diese sollte sehr fein nuanciert sein in positiven Gedankenfeldern. Versunken in der Landschaft, im Licht der feinsten Vibrationen entsteht ein Neues; Kristallisation aus dem, was zwischen der Landschaft und mir liegt; Materialisation des Geistigen.

Der 52-jährige zeigt in dieser Ausstellung seine Arbeiten auf Papier. Papierarbeiten haben einen besonderen Reiz, da Papier sich besonders für spontane Setzungen und zum Festhalten erster Ideen eignet. Auch hat es selbst schon eine eigene Aussagekraft, die in den Gesamteindruck der Arbeiten stark mitwirkt. Dan Hepperle arbeitet auf handgeschöpftem, Fabriano- und einfachem säurefreien Skizzenpapier in Aquarell, Öl, Zeichnung, Mischtechnik und Collage.

- Ulrich Brauchle - Klaus Schröder -

8. Juni - 24. August 2008

'nah und fern'

Malerei


Ulrich Brauchle


Der schwäbische Maler Ulrich Brauchle hat seine aktuellen Arbeiten unter den Titel "nah und fern" gestellt - eine vieldeutige Bezeichnung, die wohl auch auf die wesentliche Inspirationsquelle seiner Malerei verweisen soll: die Landschaft, in der er lebt und die er (sich) täglich auf dem Weg in sein sehr reizvoll im schönen Schwabenland gelegenen Atelier mit dem Fahrrad erfährt.

Doch könnte "nah und fern " auch für die Bildinhalte stehen bzw. ein entsprechendes Interpretationsangebot darstellen. Denn die Bilder des 37-jährigen Künstlers führen den Betrachter zu einer Seherfahrung, die das Erlebnis wechselnder Perspektiven beim Gang durch die Natur nachbildet.

Diese Einsicht ist das Ergebnis oft langwieriger und aufwändiger Bearbeitungstechniken, die am Ende zu den ganz spezifischen Schwingungen aus Farbe, Form und Komposition führen.

Dass die dabei dominierenden leuchtenden Farben ihren Bezug zur Natur nicht einfach offen legen, ist Ausdruck der Entwicklung Bauchles, der sein Handwerk an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart lernte. Statt erdiger Schwere, wie in seinen früheren Arbeiten, regiert in den aktuellen Bildern eine luftige Leichtigkeit - nur gelegentlich durchbrochen von dunkel ins Bild ragenden Farbfeldern.




'Tafelobjekte/neue Holzarbeiten'

Skulptur


Klaus Schröder

Der aus Mühlheim stammende 55-jährige Holzbildhauer Klaus Schröder ist bekannt für die souveräne Beherrschung des Spagats zwischen Malerei und Skulptur. Schröder nennt seine Arbeiten deshalb auch ?Tafelobjekte", Begriffe die ebenso auf die alte Tafelmalerei verweisen wie auf die eher neuzeitliche Objektkunst. Während einige seiner Arbeiten (manche gar als Tryptichon) ihre Verwandtschaft mit "klassischen Wandbildern" kaum verleugnen können, betonen andere ihre Nähe zur skulpturalen Formsprache und erkunden in dieser Körperlichkeit den Grenzbereich von Fläche und Raum.

Ihre Lebendigkeit erhalten sie dabei durch das Zusammenspiel der geometrischen Formen mit Elementen freier Gestaltung. Die entspannte
Haltung des Bildhauers zur Geometrie verhindert dabei ein Erstarren in konstruktivistischer Strenge. Entstanden sind ?Bild-Formen" die bezeugen,
dass sich Geometrie und Lebendigkeit keinesfalls ausschließen müssen.

Peter Royen

13. März - 16. Mai 2008

Malerei

Der Maler der Stille

Peter Royen, 1923 in Amsterdam geboren, ist eine Persönlichkeit. Nicht nur, weil er sich seit bald 60 Jahren mit außergewöhnlich großer Sensibilität und Energie der Kunst widmet. Er setzte sich auch schon früh für die "Freiheit der Kunst" und den "Respekt vor dem Künstler" ein. Dabei galt und gilt sein Engagement besonders den jungen Künstlern aus Düsseldorf, wo der 84-Jährige seit 1946 lebt und malt.

In Royens Arbeiten dominiert das Weiß; Weiß, häufig kontrastiert von tief schwarzen oder gelben Feldern. Durch seine Arbeitsweise entstehen vielschichtige Bildtafeln, die durch die Reduktion der Farbe eine besondere Ruhe ausstrahlen.

Der bekannte Kunstkritiker Werner Schmalenbach über Royen:

Natürlich ist er, wie jedes seiner Bilder zeigt, außerordentlich sensibel. Aber Sensibilität ist nicht viel mehr als ein Rohstoff. Wichtig ist, was man daraus macht. Peter Royen "macht daraus" seine stillen, lyrischen, leise atmenden Bilder zwischen den Polen des strengen Bildgesetzes und der Freiheit des Malens. Er ist ein Maler der Stille.


'Goa - Chaos, Farbe und Licht'

Fotografie



John David ist in Wales geboren und in England aufgewachsen, wo er Architektur und Maschinenbau studierte. Sein Leben führte ihn nach Japan, Indien, USA, Australien und letztendlich nach Deutschland, wo er heute lebt.

Er ist ein Liebhaber Indiens und hat viele Jahre dort gelebt. Neben der Fotografie ist auch die Malerei ein Spiegel seiner inneren Quelle. Seine Kreativität entspringt der Spontaneität und der Unschuld des Augenblicks.

Das Aufeinanderprallen der früheren katholischen ex-portugiesischen Kolonialkultur mit der sich ausbreitenden modernen kosmopolitischen Hindukultur, vermischt mit einem Schwung aus Weltdorf und Überresten der Hippiszene aus den Sechzigern gibt Goa, einem kleinen Bundesstaat an der Westküste Indiens, eine lebendige, farbenfrohe und chaotische Atmosphäre. Es sind die unendliche Weite des Himmels und die Kraft der Sonnenstrahlen die das Leben hier antreiben.

Diese Fotografien halten sowohl die Lebendigkeit, die Farben und die exotische Natur der Kultur fest als auch die Kraft des natürlichen Lichts, das durch die chaotische Dschungellandschaft hindurchscheint und riesige panoramische Himmellandschaften entstehen lässt.

- mit Bettina Hachmann · Robert Firgau -

12. November 07 - 20. Februar 2008

'Erdkrusten - Lebenskrusten'

Malerei

Die Arbeiten der Malerin Bettina Hachmann zeichnen sich durch
starke Schichtungen aus. Die Oberflächen wirken fast verwittert,
so als hätten sie einen Stoffwechsel erfahren.
An manchen Stellen handelt es sich um Verkrustungen,
die darunter liegendes verdecken, ja fast verheilen lassen!

  


'Magie von Licht und Stein'

Skulpturen

Robert Firgau

Schlichte Formensprache - voller Erfahrungsmöglichkeiten und Intensität -
kennzeichnet die Skulpturen, das bildhauerische Werk des Künstlers Robert Firgau.
"Seine Arbeiten überzeugen durch eine Einfachheit, die zugleich voller Tiefe,
Ernsthaftigkeit und von einer Prise Humor durchdrungen ist."



www.robertfirgau.de

12. November - 16. Dezember 2007

'Ein Blick Weiblichkeit'

Fotografie

Andrea Zmrzlak

Die Suche nach Bildern von Weiblichkeit steht im
Zentrum der Fotografien von Andrea Zmrzlak.
Sie möchte mit ihren Fotos Frauen in ihrer Vielfalt und Schönheit,
mit ihrer Sehnsucht und Inneren Tiefe sichtbar werden lassen.

  

24. September - 9. November 2007

'Schwingende Farbwelten'

'Ich male keine Botschaft,
keine Gedanken,
sondern ich male Farbe'

Christian von Grumbkow zelebriert die Farbe in ihrer eigentümlichen Schönheit und ihrem innewohnenden Potential. Er nutzt ihre suggestive Kraft, über sich selbst hinaus auf Irdisches wie Metaphysisches zu verweisen und schafft dadurch Werke die zugleich eine spirituelle wie real-konkrete Qualität haben. Seine Werke, ob auf Holzgrund oder Leinwand, strahlen eine kontemplative Ruhe aus.




'Von der Stille zum Tanz'

'Die wahre Kunst,
kommt aus dir selbst.'

Constantin Brancusi

Die Werke der beiden Künstlerinnen Jennifer Donner & Cornelia Martin Garcia bilden ein spannungsreiches Ensemble zwischen Statik und Dynamik. Die Fülle der weiblichen Urgestalt, die C. Martin Garcia mit ihren Figuren aus Stein geschaffen hat, strahlen eine urmütterliche Ruhe und Gelassenheit aus. J. Donner hingegen hat in ihren Zeichnungen, den bewegten, in den Raum ausgreifenden Gestalten aktive Präsenz verliehen.




'Mindscapes'

Digitale Photo-Kunst

Die Grundlage der Bildkreationen von Rayel sind fotografisch visualisierte Momente. Zur Vollendung seiner Werke bedient er sich aller Kenntnisse und Techniken die er sich in seiner Lebenszeit als Grafik-Designer angeeignet hat. Das Ergebnis ist ein Ausdruck von individuellen Erfahrungen auf dem Weg die Wahrheit zu finden. Seine digitalen 'Seelenlandschaften' lösen eine tiefe Resonz in dem Betrachter aus.


Die Vernissage am Montag 24. September war wunderbar. Es gab ein vegetarisches Buffet und ein sehr schönes Konzert des Pianisten Wolfgang Langner in Begleitung von Tansen Held (Trompete).


I n s t a n t  E x p e r i e n c e

2. Juli - 12. September 2007

geöffnet Di-Sa 14-17 h und So nach Vereinbarung



Finnische Künstlerin Eeva Hauss

'Instant Experience'

Unmittelbares Erleben

ist eine Ausstellung außergewöhnlicher Lithografien und Siebdrucke von Eeva Hauss.
Ihre Bilder erscheinen fern und schwebend. Eeva bringt das Spannungsverhältnis
zwischen dem Nichts und der Unendlichkeit zum Ausdruck.

Bilder von Eeva Hauss

Eeva Hauss und Sameen Jacobi bieten am 8. September 2007
einen Workshop in der Galerie FlowFineArt an.
Das Malen wird begleitet von Tanzen, geführten Meditationen und gibt Dir die Gelegenheit,
den Raum Deiner Kreativität spielerisch zu erobern.
Infos & Anmeldung: 02173-4099999




'Inner Silence'

Innere Stille

Die innere Stille ist das zentrale Thema
in Marika Bäumler's Arbeiten.
Die figürlich dargestellten, menschlichen Skulpturen bringen
diese Stille auf nicht-realistische Weise zum Ausdruck.
Sie locken den Betrachter in dieses Gefühl und schaffen
in ihrer Umgebung einen Raum der Stille.




'Painted Nudes'

farbig - nackt

Digital transformierte Aktfotos - farbig und verspielt - von

John David





V e r n i s s a g e  "A r t  o f  B e i n g"

Montag 7. Mai 2007, 17 Uhr




The Art of Being (Die Kunst des Seins) ist eine Ausstellung außergewöhnlicher
Fotographien und Skulpturen. Mit den folgenden Künstlern:

Devesh Komaromi "Show me who you are"

- Portraits of Presence -


Gezeigt werden Fotos der jeweils rechten und linken Gesichtshälften, die wiederum zu einem Portrait zusammengefügt wurden. Eine faszinierende Entdeckung des Männlichen und Weiblichen in uns.

Der Künstler ist anwesend und steht zu einem Interview gerne zur Verfügung. Termine für individuelle Portraitsitzungen sind nach Absprache möglich.
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Devi "The Authentic Child"

- Kindergesichter -

Die Entdeckung des natürlichen und authentischen Ausdrucks von Kindern.
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Cornelia Martin Garcia "The Female Torso"

- Skulptur und Schmuck -

Cornelia untersucht den weiblichen Körper durch eine Serie von sensiblen Steinskulpuren.
Ihre Aufgabe sieht die Künstlerin darin, eine neue Formsprache zu finden, die sich von innen heraus entwickelt.
Mehr Info - Schmuck
Mehr Info - Skulptur

Jennifer Grasshoff "Natürlich"

- Kinderfotografie -

Nacktsein ist unser natürlicher Zustand und für Kinder, die noch keine Scham kennen, ist Nacktsein schön und einfach nur anders als Angezogensein. Wenn wir uns nackt zeigen, heißt das auch ehrlich zu sein.
Mehr Info



Zur Eröffnung gibt es ein vegetarisches Buffet und
Arjuna Raphaël Mélik spielt auf der Harfe.


Ausstellung

Portraits of Presence

Fotografie von Devesh Komaromi

Authentic Child

Fotografie von Devi

Skulptur

von Cornelia Martin Garcia